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Tibetische Heilkunst

Die Tibetische Heilkunst erfreut sich auch Europa zunehmender Beliebtheit. Immer mehr Heilpraktiker wenden heute auch Elemente der Tibetischen Heilkunst erfolgreich an.

Die Tibetische Heilkunst geht davon aus, dass die Krankheiten, die sie in einem System bringt und insgesamt allein nur 101 Arten zuordnet, von Geistern verursacht werden. Diese Krankheiten können deshalb auch durch das Anrufen von Geistern und die Anwendung von Geistesgiften geheilt werden. Nach Auffassung tibetischer Heiler ist die geistige Haltung wesentlich für die Neigung eines Menschen zu Gesundheit oder Krankheit.

Schleim sei zurück zu führen auf Verblendung und Unwissenheit. Zu viel Wind im Körper resultieren aus Gier, Begierde und dem Festhalten von Materie. Die Produktion eines Übermaßes an Galle resultiere aus Hass, Zorn, Neid und Aggressionen.
Die Diagnose in der Tibetischen Heilkunst gibt Auskunft über die Gewichtung dieser drei wesentlichen körperlichen Energieformen. Dabei werden vor allem die Zunge und der Urin untersucht. Das Erfragen der Vorgeschichte gibt Auskunft darüber, wie der Mensch in den Zustand seiner Krankheit gelangt ist und wo die Ursache dafür liegt. Tibetische Heiler haben eine besondere Fähigkeit zum Ertasten der Pulsfrequenz entwickelt. Hieraus ziehen sie wesentliche Schlüsse über Ursachen der Krankheit und ihre Therapie.

Die Gesundheit ist für die Tibetanische Medizin ein Zustand des Gleichgewichts. Es geht in der Vorbeugung und in der Therapie immer um die Herstellung dieses inneren und äußeren Gleichgewichtes.Als eine der wichtigsten Heilmethoden wird die richtige Ernährung angesehen. Es geht um Einhaltung von Diäten und die richtigen Nahrungsmittel. Dabei kommt es auch auf die Beachtung der Tageszeit und der Jahreszeit an. Als fast genauso wichtig wird in der Tibetanischen Heilkunst richtiges Verhalten angesehen. Bestimmte Krankheitsbilder werden unmittelbar auf falsche Verhaltensweisen des Betroffenen zurück geführt.
Ein weiteres therapeutisches Mittel in der Tibetanischen Heilkunde ist die Einnahme von zusätzlichen Medikamenten. Diese Medikamente, von denen hier im Westen ca. zweihundert angewandt werden, bestehen im Wesentlichen aus pflanzlichen Bestandteilen. Nur in etwa weniger als zwanzig Medikamenten werden Bestandteile aus tierischen Erzeugnissen verwandt. In ganz wenigen Medikamenten gibt es zusätzlich mineralische Substanzen und in ganz wenigen, sogenannten Juwelenpillen befindet sich Pulver aus Edel- und Halbedelsteinen.
In einzelnen Fällen werden als Therapieformen auch der Aderlas, Massagen, Bäder und Räucherungen angewandt. Die Tibetanische Astrologie und Zahlenmystik werden zur Bestimmung richtiger Einnahmezeiten heran gezogen.

Wer Interesse an einer Behandlung mit tibetischer Heilkunst in Deutschland hat, der sollte sich bei den ortsnahen Heilpraktikern diesbezüglich informieren. Aber auch einige Personal Trainer sind in dieser Heilkunst bewandert und können meist bequem über das Internet ausfindig gemacht werden. Leider ist es in Europa nur selten möglich die Dienste eines echten Tibeters in Anspruch zu nehmen.

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