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Tibetische Kinder – Kindheit voller Gegensätze

Wenn man Sie fragen würde, ob Sie etwas über das Leben von Kindern in Tibet wissen würden, könnten Sie darauf hin mit "Ja" antworten? Man erfährt ohne eine intensive Recherche kaum etwas über das Leben in diesem Gebiet. Hier finden Sie jedoch einige Informationen über das Leben von Kindern im tibetischen Hochland. Außer den vielen Berichten über die Konflikte mit dem großen Nachbarland China und Geschichten über das Oberhaupt von Tibet, den Dalai Lama, weiß kaum jemand wie der Alltag der einzelnen Menschen dort aussieht.

Tibet ist offiziell ein Verwaltungsgebiet Chinas, zählt also nicht als eigenständiges Land. Beispielsweise wird in tibetischen Schulen, trotz öffentlicher Kritik, nur die chinesische Sprache gelehrt. Auch sind mittlerweile mehr Chinesen als Tibeter Einwohner dieses Gebiets. Dennoch ist die Kultur dieses Volkes noch tief in den Menschen verankert. Ein Großteil der Bevölkerung ist stark mit dem Buddhismus verbunden, was auch schon früh in der Kindheit gelehrt wird. Nicht zuletzt durch den Dalai Lama werden die Einflüsse und Regeln strikt befolgt. Das Schulsystem in Tibet wird hauptsächlich von der chinesischen Regierung geprägt, jedoch wurde von der tibetischen Exilregierung ein Schulprogramm erlassen, welches westliche Einflüsse und die traditionelle Kultur verbindet. Auch im alltäglichen Schulleben spielt die Religion eine sehr wichtige Rolle, im Unterricht wird zum Beispiel regelmäßig meditiert.

Da ein Großteil der tibetischen Bevölkerung in der Landwirtschaft oder Viehzucht tätig ist, lernen auch die Kinder früh zu arbeiten und zu helfen. Viele sind auch als Nomaden, also als Wanderstämme, unterwegs. Deshalb ist es sehr wichtig, das auch Kinder früh die notwendigen Tätigkeiten lernen, um so das überleben des Stammes zu sichern. Sie merken, das Leben ist ganz anders als unser modernes Leben, in Tibet haben nur die wenigsten Luxusgüter wie Fernseher oder Autos, selbst für uns ganz alltägliche Dinge, wie einen Kombikinderwagen oder Handys, findet man sehr selten.

Das Leben eines Kindes in Tibet bietet vieles, durch die religiöse Gesellschaft werden Kinder schon früh mit dem Buddhismus konfrontiert, wodurch auch auf übermäßigen Luxus verzichtet wird. Da viele Familien Selbstversorger sind gibt es auch wenig Armut, was letztendlich zu einer schönen Kindheit führt. In Tibet können die Eltern nicht einfach einen Antrag auf Elterngeld stellen (wie beispielsweise hier) und sich über Dreingaben des Staates freuen, wie es in Deutschland der Fall ist. Da tibetische Familien jedoch sehr bescheiden leben und schon mit wenig voll und ganz zufrieden sind, wird hier Elterngeld auch gar nicht benötigt.

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